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Wohnen nahe Windanlagen: Wertverlust, Flächenverbrauch und ökologische Kosten

  • Autorenbild: Team IVJ-HOME
    Team IVJ-HOME
  • vor 13 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Der Ausbau der Windenergie schreitet voran, stößt jedoch gerade in Wohnnähe auf wachsende Ablehnung. Neben subjektiven Belastungen zeigen sich messbare wirtschaftliche und ökologische Nachteile.


Sinkende Immobilienwerte und geringe Nachfrage

Studien und Marktanalysen zeigen, dass Immobilien in der Nähe von Windparks häufig 5 bis 20 % an Wert verlieren, in Einzelfällen auch mehr. Besonders betroffen sind Häuser im direkten Sicht- oder Hörbereich. Viele Kaufinteressenten schließen solche Lagen grundsätzlich aus, was zu längeren Verkaufszeiten und deutlichen Preisabschlägen führt. Für Eigentümer bedeutet dies einen realen Vermögensverlust.


Enormer Platz- und Betonbedarf

Ein modernes Windrad mit 200–250 m Gesamthöhe benötigt:

  • 1.000 bis 1.500 m³ Beton für das Fundament

  • das entspricht rund 2.400–3.600 Tonnen Beton

  • eine Fundamentfläche von ca. 400–600 m²

  • zusätzlich mehrere tausend Quadratmeter für Kranstellflächen, Trafostationen und breite Zufahrtswege

Der Beton verbleibt meist dauerhaft im Boden, da ein vollständiger Rückbau wirtschaftlich selten erfolgt.


Eingriffe in Natur- und Tierschutz

Für Windparks – insbesondere im Wald – werden große Flächen gerodet. Pro Anlage gehen oft 0,5 bis 1 Hektar Naturfläche dauerhaft verloren.Jährlich sterben laut Schätzungen zehntausende Vögel und Fledermäuse durch Rotoren, darunter auch geschützte Arten. Lebensräume werden zerschnitten, Wildtiere verdrängt – ein Widerspruch zu einem ganzheitlichen Umwelt- und Artenschutz.


Wirtschaftliche Interessen im Vordergrund

Kritiker bemängeln, dass der Ausbau häufig profitgetrieben ist. Betreiber profitieren von garantierten Vergütungen, Subventionen und langfristigen Erträgen, während Anwohner Wertverluste, Landschaftsveränderungen und ökologische Folgen tragen. Die lokale Bevölkerung hat dabei oft nur begrenzten Einfluss auf Standortentscheidungen.


Fazit

Windenergie gilt als klimafreundlich, doch das Wohnen in der Nähe von Windanlagen bringt nachweisliche Nachteile mit sich: sinkende Immobilienwerte, hoher Flächen- und Betonverbrauch sowie erhebliche Eingriffe in Natur und Tierwelt. Diese Aspekte werden in der öffentlichen Debatte häufig unterschätzt oder ausgeblendet.



 

 
 
 

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